Wieder modern: Feldpost
Jeden Morgen fährt ein olivgrüner Laster der Bundeswehr beim Briefzentrum in der Darmstädter Hilpertstraße vor. Dort wird alles eingeladen, was die Postleitzahl "64298 Darmstadt" und den Zusatz "Feldpost" trägt. In den Postsäcken stecken Grüße und Küsse von den Angehörigen. Die Botschaften auf Papier gelten den über 10 000 deutschen Soldaten die im Ausland ihren Dienst tun.
Von Darmstadt rollt die Feldpost in die benachbarte Frankenstein-Kaserne, wo die Fracht sortiert und auf Postsäcke an die Einheiten im Auslandseinsatz verteilt wird. Da die Bundeswehr in vielen Gebieten den Frieden sichert, hat auch das Volumen an Briefen und Päckchen erheblich zugenommen. Im Jahre 2001 durchliefen 2.2 Millionen Briefe die Feldpost-Leitstelle, eine Zunahme um gut ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Auch im Zeitalter moderner Kommunikationsmittel werden viele Briefe geschrieben, weil nicht jeder Soldat Zugang zu einem Computer hat.
Die olivgrünen Postboten gehören zu den wichtigsten und beliebtesten Leuten im Feldlager. Vor Weihnachten wird - logisch - mehr geschrieben. Aber auch ganze Pakete mit preiswerten lokalen Spezialitäten, Zigaretten, zollfreien Stereoanlagen gehen an die Heimatfront. Auflagen oder Mengenbeschränkungen gibt es nicht. Die Gebühren entsprechen laut Feldpost-Verordnung von 1996 denen im innerdeutschen Verkehr.
Umgekehrt bringt die Feldpost den Kräften warme Socken, Computerspiele, Zeitschriften oder eine geräucherte Wurst vom heimischen Metzger. Fresspakete von Müttern sind in jeder Feldküche sehr beliebt. Sogar Ersatzteile für ihre Dienst-Fahrzeuge kommen per Feldpost, wenn die Werkstätten der Bundeswehr wochenlang nicht liefern können. Aus Sicherheitsgründen wird die Feldpost auf Sprengstoff durchleuchtet. Eine Zensur aus militärischen Geheimhaltungsgründen wie in anderen Einsätzen findet allerdings nicht statt.
Schon im Dreißigjährigen Krieg achteten die Kommandeure darauf, dass ihre Leute nicht völlig von der Heimat abgeschnitten waren. Regelmäßig Nachrichten von daheim, das hebt die Moral der Truppe. Einer der fleißigsten Briefschreiber war Heinrich Böll, Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs vom ersten bis zum letzten Tag. Der spätere Literaturnobelpreisträger griff täglich zum Stift, mitunter schrieb er innerhalb weniger Stunden an Eltern und Geschwister und seine Verlobte.
Quelle: Briefmarkenecke.de
Von Darmstadt rollt die Feldpost in die benachbarte Frankenstein-Kaserne, wo die Fracht sortiert und auf Postsäcke an die Einheiten im Auslandseinsatz verteilt wird. Da die Bundeswehr in vielen Gebieten den Frieden sichert, hat auch das Volumen an Briefen und Päckchen erheblich zugenommen. Im Jahre 2001 durchliefen 2.2 Millionen Briefe die Feldpost-Leitstelle, eine Zunahme um gut ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Auch im Zeitalter moderner Kommunikationsmittel werden viele Briefe geschrieben, weil nicht jeder Soldat Zugang zu einem Computer hat.
Die olivgrünen Postboten gehören zu den wichtigsten und beliebtesten Leuten im Feldlager. Vor Weihnachten wird - logisch - mehr geschrieben. Aber auch ganze Pakete mit preiswerten lokalen Spezialitäten, Zigaretten, zollfreien Stereoanlagen gehen an die Heimatfront. Auflagen oder Mengenbeschränkungen gibt es nicht. Die Gebühren entsprechen laut Feldpost-Verordnung von 1996 denen im innerdeutschen Verkehr.
Umgekehrt bringt die Feldpost den Kräften warme Socken, Computerspiele, Zeitschriften oder eine geräucherte Wurst vom heimischen Metzger. Fresspakete von Müttern sind in jeder Feldküche sehr beliebt. Sogar Ersatzteile für ihre Dienst-Fahrzeuge kommen per Feldpost, wenn die Werkstätten der Bundeswehr wochenlang nicht liefern können. Aus Sicherheitsgründen wird die Feldpost auf Sprengstoff durchleuchtet. Eine Zensur aus militärischen Geheimhaltungsgründen wie in anderen Einsätzen findet allerdings nicht statt.
Schon im Dreißigjährigen Krieg achteten die Kommandeure darauf, dass ihre Leute nicht völlig von der Heimat abgeschnitten waren. Regelmäßig Nachrichten von daheim, das hebt die Moral der Truppe. Einer der fleißigsten Briefschreiber war Heinrich Böll, Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs vom ersten bis zum letzten Tag. Der spätere Literaturnobelpreisträger griff täglich zum Stift, mitunter schrieb er innerhalb weniger Stunden an Eltern und Geschwister und seine Verlobte.
Quelle: Briefmarkenecke.de
Briefmarkenecke - 20. Mai, 13:55